Prix
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Theater der Schatten
François Bayle
In "Theater der Schatten" erzählt François Bayle die Geschichte von Klang-Personen, die in unterschiedlichen Klangräumen Abenteuer erleben. Die Komposition entspricht der ästhetischen Tradition der "Musique Concrète".
Die Geschichte in diesem Stück erzählt von Klang-Personen, die sich in Räumen befinden, wo sie sich entfalten, in gutartigen und bösartigen Räumen, gespickt mit Widerständen oder im Gegenteil harmonisch und glatt.
Unter diesen Klang-Personen gibt es auch einen Helden, doch wird sich der Hörer mit ihm identifizieren? Zweifellos. Und wie das in den Märchen so häufig ist, kann der Held nur Held bleiben, wenn er Proben besteht, Kämpfe gewinnt, Transformationen und Mutationen durch magische Objekte übersteht.
Anhand der mit den Klängen verbundenen Magien habe ich neue Verfahren der Mikromontage erforscht, Verformungen und Siebe auf verschiedenartiges Material angewandt und so versteckte, interne, implizite Relationen geschaffen.
Der Sieg - gibt es einen? - wird für den Helden / Zuhörer darin bestehen, "hinter das Bild" zu gelangen, in die Region der "weißen Schatten", das heißt an jenen Ort der Heiterkeit und Gelassenheit, wo der menschliche Schatten transparent wird.
Wir nennen diese Transparenz "Stille".
Der Augenblick, wo die Konturen der Energie sich nicht mehr auf das Klangmaterialbeziehen, scheint sich auf die Aufmerksamkeit selbst auszudehnen ...
Ein Augenblick der Reflexion ...
Ein Engel zieht vorüber.
Aber - wie Raymond Devos so richtig gefragt hat - ist es nicht der Schatten eines Zweifels?
(François Bayle, Frankreich)
Die Geschichte in diesem Stück erzählt von Klang-Personen, die sich in Räumen befinden, wo sie sich entfalten, in gutartigen und bösartigen Räumen, gespickt mit Widerständen oder im Gegenteil harmonisch und glatt.
Unter diesen Klang-Personen gibt es auch einen Helden, doch wird sich der Hörer mit ihm identifizieren? Zweifellos. Und wie das in den Märchen so häufig ist, kann der Held nur Held bleiben, wenn er Proben besteht, Kämpfe gewinnt, Transformationen und Mutationen durch magische Objekte übersteht.
Anhand der mit den Klängen verbundenen Magien habe ich neue Verfahren der Mikromontage erforscht, Verformungen und Siebe auf verschiedenartiges Material angewandt und so versteckte, interne, implizite Relationen geschaffen.
Der Sieg - gibt es einen? - wird für den Helden / Zuhörer darin bestehen, "hinter das Bild" zu gelangen, in die Region der "weißen Schatten", das heißt an jenen Ort der Heiterkeit und Gelassenheit, wo der menschliche Schatten transparent wird.
Wir nennen diese Transparenz "Stille".
Der Augenblick, wo die Konturen der Energie sich nicht mehr auf das Klangmaterialbeziehen, scheint sich auf die Aufmerksamkeit selbst auszudehnen ...
Ein Augenblick der Reflexion ...
Ein Engel zieht vorüber.
Aber - wie Raymond Devos so richtig gefragt hat - ist es nicht der Schatten eines Zweifels?
(François Bayle, Frankreich)
François Bayle (F) geb. 1932. Leiter des von ihm gegründeten INA/GRM in Paris. Studium bei Olivier Messiaen, Stockhausen und Pierre Schaeffer. Produziert Konzerte, Radiosendungen, fördert die Entwicklung neuer Instrumente, u.a. des SYTER. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise.