Prix
The Prix Ars Electronica Archive is a collection enabling search and viewing of all the submissions since 1987. The award-winning projects are documented with catalogue texts and audio-visual media. All other submissions can be searched by title/artist and displayed with year, category in list form. Please cite the credits (artwork name, artist and photographer) and only use the materials if your article is related to Ars Electronica.
Ameisen im Haus
Sophie Dögl, Nastasja Stempkowski
Mit welchen Problemen hast du täglich zu kämpfen? Mit welchen Problemen habe ich täglich zu kämpfen?
Weltweit haben Menschen unterschiedliche Lasten zu tragen, und keine scheint einer anderen zu gleichen. Um die Individualität der Konflikte eines jeden Einzelnen näher zu beleuchten, haben wir 2019 im Zuge unseres Musikunterrichts ein Lied selbst komponiert. In diesem haben wir uns mit der Frage auseinandergesetzt, mit welchen unterschiedlichen Problemen Menschen rund um den Globus zu kämpfen haben: Diese reichen von banalen Alltagsproblemen bis hin zur Ungewissheit darüber, ob vor allem in Staaten, in denen Hunger und Armut regieren, noch genug Geld und Ressourcen vorhanden sind, um das
Überleben zu sichern.
Um dem Text mehr Nachdruck zu verleihen, haben wir uns entschlossen, ein Musikvideo dazu zu gestalten. Der experimentelle Film zeigt Aufnahmen von Tieren, die wir als Metapher fur die unterschiedlich schwerwiegenden Probleme eingesetzt haben. Filmsequenzen von grimassenschneidenden Personen stellen einen Bezug zwischen Tierwelt und uns Menschen her. Das Endergebnis eines langen Entstehungsprozesses ist farbenfroh, experimentell und ungewöhnlich und will die Zusehenden fur einen kurzen Moment aus ihrer Blase holen und ihnen einen Gesamtblick auf die Erdbevölkerung geben.
Jurystatement:
Die beiden Künstlerinnen knüpfen an eine lange Tradition im Experimentalfilm an und visualisieren den selbst komponierten Songtext mit stark assoziativen Bildern und Überblendungen. Das Farbschema passt sich subtil dem erschaffenen Stimmungsbild an und mutiert parallel zu den gesprochenen Poesie-Elementen. Auf einer metaphorischen, aber nicht überladenen Ebene werden hier viele Themen, die die Jugendlichen bewegen, angesprochen: Der Zwang, das neueste Handy haben zu müssen, oder auch die emotional distanzierten und schwierigen Beziehungen zu Eltern, Freunden und Verwandten finden ihre Wortbilder in Kakerlaken und Insekten, die die Erzähler geschickt im Video platzieren. Diese poetische Visualisierung ist vielschichtig in ihrer unaufgeregten Kompaktheit und besticht als Gesamtkunstwerk aus verwobenem Text, Bild und Ton.
Weltweit haben Menschen unterschiedliche Lasten zu tragen, und keine scheint einer anderen zu gleichen. Um die Individualität der Konflikte eines jeden Einzelnen näher zu beleuchten, haben wir 2019 im Zuge unseres Musikunterrichts ein Lied selbst komponiert. In diesem haben wir uns mit der Frage auseinandergesetzt, mit welchen unterschiedlichen Problemen Menschen rund um den Globus zu kämpfen haben: Diese reichen von banalen Alltagsproblemen bis hin zur Ungewissheit darüber, ob vor allem in Staaten, in denen Hunger und Armut regieren, noch genug Geld und Ressourcen vorhanden sind, um das
Überleben zu sichern.
Um dem Text mehr Nachdruck zu verleihen, haben wir uns entschlossen, ein Musikvideo dazu zu gestalten. Der experimentelle Film zeigt Aufnahmen von Tieren, die wir als Metapher fur die unterschiedlich schwerwiegenden Probleme eingesetzt haben. Filmsequenzen von grimassenschneidenden Personen stellen einen Bezug zwischen Tierwelt und uns Menschen her. Das Endergebnis eines langen Entstehungsprozesses ist farbenfroh, experimentell und ungewöhnlich und will die Zusehenden fur einen kurzen Moment aus ihrer Blase holen und ihnen einen Gesamtblick auf die Erdbevölkerung geben.
Jurystatement:
Die beiden Künstlerinnen knüpfen an eine lange Tradition im Experimentalfilm an und visualisieren den selbst komponierten Songtext mit stark assoziativen Bildern und Überblendungen. Das Farbschema passt sich subtil dem erschaffenen Stimmungsbild an und mutiert parallel zu den gesprochenen Poesie-Elementen. Auf einer metaphorischen, aber nicht überladenen Ebene werden hier viele Themen, die die Jugendlichen bewegen, angesprochen: Der Zwang, das neueste Handy haben zu müssen, oder auch die emotional distanzierten und schwierigen Beziehungen zu Eltern, Freunden und Verwandten finden ihre Wortbilder in Kakerlaken und Insekten, die die Erzähler geschickt im Video platzieren. Diese poetische Visualisierung ist vielschichtig in ihrer unaufgeregten Kompaktheit und besticht als Gesamtkunstwerk aus verwobenem Text, Bild und Ton.
The audiovisual teacher who gave us honest feedback: Ramona Zdarsky; the music teacher who helped us with the audio recordings: Marco Battistella. Other composers of the song: Theresa Legerer, and Marlene Hell; actors in the film: Lola Hochenegg, and Nastasja Stempkowski; recording studio: Tonstudio Edlmair & Lenz OG. School: Hegelgasse 12.
Sophie Dögl (*2002) und Nastasja Stempkowski (*2002), Schülerinnen der Hegelgasse 12, haben sich vor vier Jahren durch die Schule kennengelernt. Sie fühlen sich nicht nur dadurch verbunden, dass sie Gefühle und Gedankengänge in bewegten Bildern und Fotografien ausdrücken wollen, sondern auch dadurch, dass ihre Zusammenarbeit und enge Freundschaft von vielen Erlebnissen, Abenteuern und Glücksmomenten geprägt ist. Das Duo hofft, noch viele weitere Projekte gestalten zu können.