Prix

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u19–create your world Young Professionals Anerkennung 2020

Querdenker

Max Wolfmajer, Clemens Pfeiffer, Gergely Varecza, Nora Puntigam, Mirjam Fladenhofer / HTBLVA Graz-Ortweinschule
Der Kurzfilm Querdenker setzt sich sowohl mit der modernen Social-Media- Gesellschaft auseinander als auch mit Querdenkern in der Gesellschaft und ihrer Rezeption. In einer Welt, die im eingeschränkten Hochformat lebt, widersetzt sich der junge Mo diesen gesellschaftlichen Standards und filmt seine Videos quer. Eines Tages werden jedoch drei Jugendliche, die wie Mo gerade einen Livestream machen, jedoch im Hochformat, auf seine außergewöhnliche Kamerahaltung aufmerksam und konfrontieren ihn mit seiner alternativen Sichtweise. Nachdem sie den Querdenker mehrmals auffordern, die Kamera „richtig" zu halten, dieser aber auf deren zynische Befehle nicht eingeht, entscheidet sich Max, einer der drei, handgreiflich zu werden - sein Freund Andreas macht mit. Nur Julian, der auf Max' Aufforderung das Geschehen mitfilmt, ist ein wenig verunsichert und hält sich bedeckt. Aus Angst, nicht dazuzugehören, lässt aber auch er ein paar derbe Kommentare ab. Die Situation eskaliert und nimmt letztendlich einen bösen Verlauf, Mo liegt fast regungslos am Boden, und aus Angst vor Konsequenzen flüchten die drei Tater. Die komplette Szenerie wird jedoch in den beiden aktiven Livestreams ins Internet übertragen, und so gehen die Videos innerhalb weniger Stunden viral. Auch ein bekannter Nachrichtensender wird auf den brutalen Vorfall aufmerksam und entscheidet, darüber zu berichten und die Gesellschaft zum Nachdenken anzuregen. Der Beitrag erreicht viele Menschen, und auch die drei Tater schauen am Abend jeweils mit ihren Familien das Hauptabendprogramm - die Nachrichten. Max wirkt, ebenso wie sein Vater, fast stolz auf das, was er und seine Freunde getan haben, und auch Andreas scheint keinerlei Mitgefühl zu zeigen. Lediglich Julian wird langsam, aber sicher klar, dass heute etwas Schreckliches geschehen ist





Jurystatement
Eine Geschichte über einen Konflikt zwischen Jugendlichen in einem Park entwickelt sich zu einer Parabel über Bewusstsein und Bewusstseinsänderung, über Intoleranz und Engstirnigkeit und darüber, wie wenig es bräuchte, um mehr zu bekommen, nämlich bloß „nach oben offenes Denken". Gekonnt wird mit dem Medium Handy-Video und den Bildformaten gespielt. Die Szenen wirken improvisiert lässig, aber nie amateurhaft. Mirjam Fladenhofer, Nora Puntigam, Gergely Varecza, Clemens Pfeiffer und Max Wolfmajer verleihen der bestürzenden Aktualität der Handlung Allgemeingültigkeit und Tiefe.

Links: https://vimeo.com/422123608
HTBLVA-Graz Ortweinschule: Franz Leopold Schmelzer, Johannes Steger
With support from: ITEC Tontechnik, Verkehrsverbund Steiermark "Verbund Linie"
Max Wolfmajer (2002), Clemens Pfeiffer (2003), Gergely Varecza (2001), Nora Puntigam (2003) und Mirjam Fladenhofer (2002) sind fünf Schüler*innen der Ortweinschule Graz. Sie gehen seit Herbst 2017 bzw. Herbst 2018 gemeinsam in eine Klasse und haben sich dort als Team zusammengefunden, um Querdenker zu verwirklichen. Es ist das erste Projekt, das die Schüler*innen in dieser Konstellation realisiert haben. Alle fünf konnten über die Jahre ihre unterschiedlichen Interessen im Bereich der Filmbranche entwickelt und ergänzen sich so als Team. Trotz ihrer unterschiedlichen Interessensgebiete teilen sie eine gemeinsame Leidenschaft: Film.

www.norapuntigam.at · www.clemenspfeiffer.com · www.varecza.com · www.mirjamfladenhofer.at · www.maxwolfmajer.com