Prix
The Prix Ars Electronica Archive is a collection enabling search and viewing of all the submissions since 1987. The award-winning projects are documented with catalogue texts and audio-visual media. All other submissions can be searched by title/artist and displayed with year, category in list form. Please cite the credits (artwork name, artist and photographer) and only use the materials if your article is related to Ars Electronica.
Mal Treffen
Der Kurzfilm Mal Treffen handelt von drei Teenagern, die einen großen Teil ihrer Freizeit in virtuellen Videospielwelten verbringen. In diesen digitalen Räumen, zwischen Avataren und Pixelgrafik, entstehen enge Freundschaften, die weit über das Spiel hinausreichen. Nicht nur in den Videospielen der Jugendlichen ist Teamwork notwendig, sondern auch im echten Leben. Das spüren sie, als sie sich treffen und auch über schwerere Themen sprechen können.
Der Film, digital im Format 16:9 gedreht, erzählt einfühlsam von jugendlicher Suche nach Nähe, von Abschied und von der Kraft des Zusammenhalts – egal ob online oder im echten Leben. Dabei stellt er Fragen nach Realität, Freundschaft und den Möglichkeiten, die digitale Räume jungen Menschen heute bieten können.
Film workshop ”Shoot your Short“: Stefan Bohun, Gregor Centner
Andreas, Daniel, Elias, Felix, Gregor, Jonas, Jonas, Markus und Tobias (alle * 2008) besuchen gemeinsam die Handelsakademie (HAK) in St. Pölten. Als kreative und engagierte Schüler einer Klasse entdeckten sie im Rahmen eines Workshops mit „Shoot your Short“ ihre gemeinsame Begeisterung für Film und Storytelling. Im Team entwickelten, drehten und produzierten sie ihren ersten Kurzfilm, wobei sie sowohl vor als auch hinter der Kamera mit viel Einsatz und Teamgeist arbeiteten.
Erfrischend witzig und authentisch schafft es der Kurzfilm Mal Treffen, einem über die fehlende Infrastruktur für Jugendliche in Städten, wie St. Pölten, aufzuklären. Man fühlt mit den Charakteren, die nicht nur gut gespielt sind, sondern auch sympathisch wirken. Es wird klar, wieso die jungen Menschen lieber zu technischen Mitteln greifen, um sich zu beschäftigen und Zeit miteinander zu verbringen. Wenn sie sich dazu entscheiden rauszugehen, bleibt nicht mehr, als ein öder Ausblick auf eine graue Stadt, die nicht wirklich etwas für junge Menschen wie sie, zu bieten hat. Der Film hält den Erwachsenen den Spiegel vor, ohne jemanden direkt anzugreifen. Die subtile Pointe des Films schafft es, im Kopf hängen zu bleiben. Es ist ein Vorzeigeschulprojekt, das wirkt, aufweckt und Spaß macht.